Home
Vita
Leseprobe
Fotos
Impressum & AGB

 

Geboren 1978, in München-Schwabing. Unbeschwerte Kindheit in Ottobrunn: Rouladen aus Tulpenblätter gerollt, Ameisen mit Edding markiert, Schwester verdroschen. 1986: Tschernobyl: Daniela meint sich an dramatische Rettungsaktionen aus dem Sandkasten durch ihre Mutter zu erinnern. Ihre Mutter meint, sie spinnt. Auf jeden Fall gab es keine Pilze mehr. Es bleibt die Angst vor Atomenergie.

Nimmt die 80ger in all ihrer Scheußlichkeit, ebenso wie die 90ger Jahre: Liest viel. Spielt Basketball. Ist viel unglücklich verliebt. Hat immer Hunger. Trennt Müll, hadert mit Sprühsahne wegen des Treibhauseffekts.

1999: Die Schule ist vorbei. Endlich! Kurze Depression ob der unendlichen beruflichen Möglichkeiten. Würde sich gerne Journalist nennen. Heuert bei einem Radiosender und einem lokalen Fernsehsender in der Nachrichtenredaktion an. Viel Rumgezicke, viel Ellenbogen, viel Mooshammer – grausige Erfahrung. Kurze Depression ob der unendlichen beruflichen Möglichkeiten, auf die sie nun keine Lust mehr hat. Vielleicht doch was mit Umwelt?

Zur Jahrtausendwende Beginn des Studiums der Umweltwissenschaften im hohen Norden, in Lüneburg. Das gesellschaftliche Umfeld schwankt zwischen: „Oh, hat sicher Zukunft“, „Trägst Du jetzt nur noch Jute?“ und „Was willst Du damit denn beruflich machen?“. 

Schließt sich während des Studiums der gemäßigten Fraktion „Ökotussi in Zivil“ an. Stricken während der Vorlesung, Dreads, Kreistanzen: Nein, (na gut, letzteres einmal). Dosenbier verschmähen, Ökostromkunde sein, Bioprodukte essen: Ja. Robbt durch die Heide, setzt sich auf seltene Bärlappgewächse und rupft Rote-Liste-Gewächse für ihr Herbarium. Viel Nieselregen, viel Alkohol, viel Diskurse. Kann Nachhaltigkeit definieren. Zunehmendes Interesse am Thema Energie. Erneuerbare Energien. Anderswo als unter der Käseglocke Lüneburg wird man dafür noch verspottet. Stolz ein Uwi zu sein.

2005: Start ins Berufsleben in Berlin. Nach anfänglicher Euphorie verkatertes Aufwachen in der Realität. Mehrfacher Wechsel der Arbeitsstelle und des Wohnorts. Sammelt Berufserfahrung – gute wie schlechte, und Lebenserfahrung – gute wie schlechte. Liest viel. Ist viel unglücklich verliebt. Hat immer Hunger. Das Interesse an erneuerbaren Energien bleibt. Es gibt inzwischen Leute die davon erfahren haben. 

2008: Umzug von Berlin-Prenzlauer Berg nach Hannover-Südstadt. Klar, es hätte schlimmer kommen können: Salzgitter, Mannheim oder Burkino Faso, um nur einige Beispiele zu nennen. Aber endlich: es steht „Redakteurin“ auf dem Visitenkärtchen. Sie darf nun ungehindert Texte publizieren und keiner beschwert sich. RWE dreht einen Spot darüber, wie klimafreundlich das Unternehmen ist, die FDP ist für das Erneuerbare-Energien-Gesetz, Amerika hat einen schwarzen Präsidenten und Daniela ist dort wo sie immer sein wollte. Oder...?

2010: Im echten Leben geht es nach dem Happy End stets erst richtig los. Nach zwei Jahren innerhalb einer Redaktion wechselt Sie auf die andere Seite und ist nun als freiberufliche Journalistin tätig.  Es folgt ein Umzug dorthin, wo alles begann: München-Schwabing. Wobei auf dem Parkschein Maxvorstadt steht, aber das macht sich nicht so gut in der Dramaturgie. Mooshammer musste inzwischen einen grausigen Tod erleiden, ansonsten hat sich in München kaum etwas geändert. Jetzt gibt es für Daniela B. also wieder Schweinebraten und Wiesn anstatt Grünkohl und Schützenfest. Ansonsten liest Sie viel und naja... Sie wissen schon.